Drehschluss:
25.09.13

„Drehschluss“ ist ein Wort, das beim Film den Zeitpunkt anzeigt, zu dem die Kamera ausgeschaltet wird. Für den Laien klingt „Drehschluss“ nach einem Synonym für „Ende der Filmproduktion“. Das Licht wird ausgemacht, die Klappe sauber gewischt, alle Beteiligten gehen schlafen, während „School’s out for Summer“ im Hintergrund ertönt.

Doch nach dem Dreh ist vor dem Aufräumen, ist vor der Postproduktion, ist vor dem nächsten Dreh. Alles dreht sich, sozusagen.

Dennoch kommt der Tag, nach dem Fallen der letzten Klappe, dem Aufräumen der Drehorte, dem Readaptieren einigermaßen normaler Schlaf- und Essgewohnheiten, da die Zeit reif ist, die Postproduktion zu unterbrechen, um früh-nostalgisch in Erinnerungen zu schwelgen und mit einem tiefen Seufzer festzustellen:

Ungebremst ist abgedreht!

Der aktivste, aufregendste, kooperativste, intensivste Teil der Filmproduktion ist abgeschlossen.
Das Team, das während des Drehs als harmonische, kreativ-produktive, euphorische Einheit lebte und wirkte, hat sich gelöst und geht wieder, ein jedes für sich, seiner Wege.

Die Wassermassen der Regenanlagen sind versickert (hat das jemand nachgeprüft?), Straßenlaternen wurden fachmännisch wieder eingeschaltet, die Resultate von Mehlschlachten wurden beseitigt, niesende Ratten wurden versorgt, Haare wurden geschnitten, Tränen getrocknet.

Wunderschöne Bilder, durch massives Glas gebrochen, auf einem filigranen Sensor digital eingefangen, schlummern jetzt auf wenige Quadratmillimeter komprimiert und warten ungeduldig darauf, sich zu einem fertigen Film vereinen und in den schillernden Augen des erwartungsfroh erregten Publikums aufgehen zu dürfen.

Text: Anne Stahr - Fotos: Konstantin Korovin / Matthias Kühne

Nichts bildet ein Team besser, als sich gemeinsam auf Fußböden zu kugeln!
11.08.13

Das ist wissenschaftlich noch nicht bestätigt, aber definitiv erwiesen bei unseren Proben zu Ungebremst am 27. und 28. Juli. So traf sich das Kernteam mit Schauspielcoach Johannes Metz und den Darstellern Jasmin-Julika, Lilian und Johannes, um sich besser kennen zu lernen, gegenseitig die Rollen zu entdecken und die Geschichte Stück für Stück zum Leben zu erwecken.


Dabei wurden alle denkbaren Emotionen – Freude, Spaß, Angst, Trauer, Wut, Reue – durchlebt, es wurde gestanden, gesessen, gelaufen, getanzt und auf dem Fußboden gerollt, es wurde viel gelacht und noch mehr gearbeitet.

Dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen stimmt ist offensichtlich. Im Film beste Freunde, werden sie auch im wahren Leben zu guten Freundinnen, die sich auch außerhalb von Ungebremst gerne treffen und die Zusammenarbeit in vollen Zügen genießen. Auch bei den Proben haben sie viel Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen. So wird improvisiert, getanzt, gemeinsam gekocht und Kicker gespielt. „Einfach lustig war es, als wir in einer Impro-Phase ganz allein zu Musik tanzen mussten und keiner so recht wusste, was wir nun machen sollten, damit es gut aussieht und harmoniert. Dadurch sind unheimlich witzige Sachen herausgekommen“, erinnert sich Jasmin-Julika.


Beim Durchsprechen des Drehbuchs durften sich alle Beteiligten mit ihren ganz eigenen Persönlichkeiten in den Film einbringen, um ihre Rollen so realistisch wie möglich zu gestalten und tatsächlich zu einem Teil von Ungebremst zu werden. „Weil die Szenen von ‚uns‘ sind kann man das viel glaubwürdiger spielen“, bestätigt Lilian.

Doch jeder Probe wohnt auch eine Herausforderung inne. So erinnert sich Lilian, dass es „schwer war, überfahren dazuliegen. Ich bin nicht besonders gelenkig und da mit verdrehten Armen und Beinen ein paar Mal die Szene zu spielen... und mein Arm ist auch sofort eingeschlafen.“


Und nicht nur Lilian musste leiden, oh nein. Auch Regisseur und Autor Stefan und Schauspielcoach Johannes hatten Gelegenheit, ihre Fähigkeiten als Überfahrene auf dem Fußboden zu testen und ihren Film aus dieser ganz neuen Perspektive kennen zu lernen. (Fotografische Beweismittel sind mysteriöserweise verschwunden…)

Dennoch haben alle Beteiligten die Proben unversehrt und glücklich überstanden, haben ihre Rollen, das Team, den Film selbst besser kennen gelernt. Arons vegetarische Kochkünste rundeten die Proben zu einer sehr guten Erfahrung für alle Beteiligten ab.

Text: Anne Stahr - Fotos: Tim Händel

Es wird spannend!
21.07.12

Am 13.7. kam das Ungebremst Team erstmals zusammen, um Terminpläne abzugleichen, feuerfeste Informationen auszutauschen, und kreativ näher zusammen zu rücken. Enthusiastisch und voller Ideen lernten sich die facettenreichen Beteiligten, Schauspieler und Filmstab im Rotkreuzhaus in Stadeln gegenseitig kennen und fanden sich in ihren jeweiligen Arbeitsgruppen zusammen, um zielstrebig ihre jeweiligen Aufgaben vorzubereiten und zu koordinieren.

Stefan Weßling, der stolze Vater und Autor der Projekts, ist mit Herz und Seele dabei, Ungebremst mit hoher Qualität und atemberaubenden Bildern zu verwirklichen. Dabei wird er tatkräftig von Franziska Ulrich, ihreszeichens federführende Produzentin und Verwalterin der Informationen unterstützt. Aron Kraus verwaltet das Produktionsdesign, und macht darüber hinaus wie immer alle Unmöglichkeiten möglich. Claudio Köhl wird Stefan als Kameraassistent unter die Arme greifen, während Jakob Heuberger die Organisation der Infrastruktur und des leiblichen Wohls, sowie alle übrigen Fäden in der Hand hält.
Darüber hinaus steht ein fast 60 köpfiges Team in den Startlöchern, um dem RedEye-Pictures Kernteam in allen nötigen Funktionen zu assistieren.

 

Die heitere, warmherzige und arbeitswütige Atmosphäre des Ungebremst Braintrust lässt Großes erhoffen, und wir freuen uns auf die kommenden aufregenden, anstrengenden, und produktiven Wochen!
In naher Zukunft werden wir beginnen, mit den Schauspielern zu proben, während sich die Crew seelisch und praktisch auf ihre diversen, abwechslungsreichen Aufgaben vorbereitet.
Jetzt heißt es anschnallen und festhalten, denn unser Projekt ist nicht mehr zu bremsen…

Text: Anne Stahr

Neues Filmprojekt: Ungebremst
17.07.13

Wir freuen uns, offiziell unser neuestes Filmprojekt Ungebremst vorzustellen! Der Film wird Ende August gedreht, und wird uns über den Rest des Jahres beschäftigen, bevor er nächstes Jahr die deutsche Festivallandschaft erobert.

Ungebremst wurde geschrieben und geplant von Stefan Weßling, der auch Regie führen wird. Unser gesamtes Red Eye Pictures Team ist voller Elan am Werk und darüber hinaus haben wir tatkräftige Unterstützung von unabhängigen Filmschaffenden und Filminteressierten aus der Umgebung gewonnen.

Ungebremst handelt von zwei lebensfrohen jungen Mädchen deren Leben durch einen schweren Unfall komplett aus der Bahn geworfen wird. Der Film zeigt die hellen und dunklen Seiten des Lebens. Es ist ein emotionaler, aber hoffnungsfroher Film über die Trauer, und wie Menschen sie erleben und bewältigen.

Wir möchten euch von Anfang an an diesem Film teilhaben lassen, und werden euch hier und auf unserer Facebook Seite mit Updates und Einblicken hinter die Kulissen versorgen, und freuen uns natürlich über eure aktive Beteiligung durch Kommentare, Likes, und Feedback!

Text: Anne Stahr

Super-8 Projekt in der Postproduktion
27.04.13

Letztes Wochenende kam endlich das Paket aus Berlin. Der Digitalisierungsservice Screenshot hat die drei 15-Meter Rollen, auf denen sich das selbst entwickelte Material befand, abgetastet. 08/15 war hier nicht ausreichend, um eine solide Postproduktion und Lichbestimmung durchführen zu können wurde das Bild mit einer Höhe von 1080 Pixeln im verlustfreien AVI Format abgespeichert.


Seit dem 21.03.13 stehen der finale Schnitt und die Sychronisation. Da der Ton digital aufgezeichnet wurde und auch das Sounddesign moderner digitaler Ton ist, befindet sich die gesamte Vertoung im Augenblick bei Sirius Kestel im Connect Studio in Fürth zum "altern". Dabei versucht Sirius mit hohem Aufwand das Klangbild an die Qualität der ersten Tonfilme anzugleichen.


Wir gehen davon aus euch "Marie der Metzger kommt" im Sommer präsentieren zu können.

Setfotos - Testmaterial/Outtakes